Mein Weg mit den Daughters of Khaine

Ein neues Armeeprojekt beginnt

Ich habe ein neues Age-of-Sigmar-Armeeprojekt begonnen und mich dabei für die Daughters of Khaine entschieden. Der Auftakt ist bereits gemacht: Die ersten 5 Blood Sisters sind fertig und geben schon jetzt einen guten Eindruck davon, in welche Richtung sich die Armee optisch entwickeln soll.

Meine Streitmacht gehört zur Stadt Nag’Velkar – dem Thron des gefrorenen Blutes im Reich Shyish, einem Ort aus Frost und Schatten. Genau diese Idee wollte ich auch im Farbschema und im Gesamteindruck der Armee einfangen: eisige Aelfen und Schlangenwesen, kombiniert mit Waffen und Rüstung aus obsidianartigem Schwarz. Mir war wichtig, dass die Armee düster, kalt und eigenständig wirkt.

Für die Grundierung nutze ich Midwinter Ice von Colour Forge, ergänzt durch ein zenitales Highlight mit Matt White. So wird schon früh eine kalte Grundstimmung geschaffen und eine gute Basis für die späteren Farbschichten gelegt.

Bei den Schuppen und Hautpartien ziehe ich das frostige Farbschema konsequent durch. Die kleinen Schuppen baue ich mit Pylar Glacier und Contrast Medium im Verhältnis 1:1 auf, schattiere sie mit einer verdünnten Mischung aus Drakenhof Nightshade und Lahmian Medium und bürste sie anschließend mit Blue Horror trocken.
Die großen Schuppen entstehen ähnlich, hier aber mit Frostheart und Contrast Medium, ebenfalls gefolgt von derselben Shade-Mischung und einem Blue-Horror-Drybrush.

Auch die Schlangenhaut bleibt in diesem kalten Bereich und wird mit Briar Queen Chill und Contrast Medium aufgebaut, mit Drakenhof Nightshade und Lahmian Medium geschattet und mit Blue Horror trockengebürstet. Bei der menschlichen Haut nutze ich denselben Grundansatz, hebe diese Bereiche aber statt mit Blue Horror mit Pallid Wych Flesh hervor. Dadurch hebt sich die Haut etwas stärker von den schuppigen Partien ab und bleibt trotzdem im kalten Gesamtbild der Armee.

Für die Stoffbereiche setze ich mit Sigvald Burgundy und Contrast Medium einen bewussten Kontrast zum kühlen Rest der Armee. Die Highlights aus Barak-Nar Burgundy und Corax White sorgen dafür, dass diese Flächen schön herauskommen und sich trotzdem stimmig in das Gesamtbild einfügen. Auch das Holz halte ich mit Barak-Nar Burgundy, damit die warmen Töne innerhalb der Armee gezielt und kontrolliert bleiben.

Ein besonders wichtiger Teil des Projekts ist für mich die Rüstung und das Metall im Obsidian-Look. Dafür nutze ich Black Legion in zwei Schichten, um ein deckendes Schwarz zu bekommen. Anschließend arbeite ich mit Mechanicus Standard Grey und Administratum Grey im Drybrush weiter, bevor nach dem Mattlack noch Nuln Oil Gloss folgt. So entsteht ein dunkler, glänzender Stein- bzw. Obsidianeffekt, der sehr gut zu meinem Shyish-Thema passt.

Auch die Haare wollte ich nicht einfach nur schlicht halten. Sie werden zunächst mit Drakenhof Nightshade geschattet und mit Corax White trockengebürstet. Danach arbeite ich in den unteren Bereichen mit Druchii Violet und noch tiefer mit Sigvald Burgundy, jeweils wieder mit weiteren hellen Bürstungen. So entsteht ein spannender Verlauf aus kalten und leicht violett-rötlichen Tönen, der den Modellen noch einmal mehr Charakter gibt.

Besonders wichtig ist mir auch das Basendesign, weil es die Atmosphäre der Armee stark mitträgt. Die Bases werden weiß grundiert und mit Schneestrukturpaste, Crackle Paint für Eis sowie Kristall- und Obsidian-Bits gestaltet. Danach kommen Frostheart, eine verdünnte Drakenhof-Nightshade-Schattierung, Drybrush-Schritte mit Corax White und White Scar sowie Alien Frost Tufts von Gamers Grass und Valhallan Blizzard dazu. So entsteht ein frostiger, gebrochener Untergrund, der die Idee von Nag’Velkar für mich sehr gut transportiert.

Mit diesen ersten 5 Blood Sisters ist für mich auf jeden Fall ein richtig schöner Start in das Projekt gelungen. Die Kombination aus eisigen Schlangenwesen, kalten Hauttönen, obsidianartigen Rüstungen und frostigen Bases entspricht genau dem Bild, das ich für diese Armee im Kopf hatte. Wenn die Streitmacht in diesem Stil weiterwächst, wird daraus am Ende eine sehr stimmige und eigenständige Daughters-of-Khaine-Armee.