Dunkelbrandt’s Weg zur 11. Edition

Ein neues Armeeprojekt beginnt

Nachdem ich die letzten zwei Jahre in der 10. Edition hauptsächlich Imperial Knights gespielt habe, habe ich mir zum Start der 11. Edition ein neues Armeeprojekt vorgenommen: Imperial Fists.

Die Imperial Fists gefallen mir eigentlich schon immer sehr gut. Besonders durch Horus Heresy hat mich der Orden immer mehr abgeholt. Dieses kräftige Gelb, die standhafte Art, die Belagerungsthematik und der ganze Hintergrund rund um Rogal Dorn und seine Söhne haben einfach etwas. Trotzdem habe ich mich früher nie wirklich an eine Imperial-Fists-Armee herangetraut. Gelb war für mich lange eine Farbe, mit der ich beim Bemalen nicht richtig zufrieden war. Es wurde schnell fleckig, wirkte nicht deckend genug oder sah am Ende einfach nicht so aus, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Mittlerweile ist das aber anders. Durch moderne Farben, Contrast Paints und etwas mehr Erfahrung beim Bemalen komme ich mit Gelb inzwischen deutlich besser klar. Deshalb habe ich mir eine gebrauchte Space-Marine-Armee gekauft und begonnen, diese neu zu bemalen. Der Plan ist, mir Stück für Stück eine eigene Imperial-Fists-Armee für die kommende Edition aufzubauen.

Die ersten beiden Trupps sind inzwischen fertig: ein 5er Trupp Schwere Intercessoren und ein 10er Trupp Intercessoren. Damit steht schon einmal ein solider Grundstock der Armee auf dem Tisch. Ich wollte bewusst mit normalen Linientruppen anfangen, weil genau diese Modelle später den optischen Gesamteindruck der Armee prägen.

Bemalt habe ich die Modelle wie folgt: Da es sich um gebrauchte Figuren handelt, habe ich sie zuerst mit Averland Sunset grundiert. Danach wurde die komplette Rüstung mit Imperial Fists Yellow Contrast bemalt. Dadurch entsteht ein kräftiges, warmes Gelb, das sehr gut zu den Imperial Fists passt.

Anschließend habe ich die schwarzen Bereiche mit Black Legion bemalt. Dazu gehören die Waffen, Vertiefungen, Teile der Rückenmodule, Kniegelenke, Armgelenke, der imperiale Adler auf der Brust sowie die Schulterumrandungen. Diese schwarzen Elemente geben dem Gelb einen schönen Kontrast und sorgen dafür, dass die Modelle nicht zu eintönig wirken.

Im nächsten Schritt kamen die metallischen Details dazu. Mit Leadbelcher habe ich Teile der Waffen, die Arm- und Kniegelenke, den Adler auf der Brust sowie einzelne Bereiche der Rückenmodule bemalt. Die Augenlinsen wurden mit Mephiston Red hervorgehoben. Sichtbare Hautpartien habe ich mit Zandri Dust bemalt und anschließend mit Guilliman Flesh Contrast bearbeitet. Die Reinheitssiegel wurden ebenfalls mit Mephiston Red und Zandri Dust bemalt.

Nachdem alle Grundfarben auf den Modellen waren, habe ich die Decals auf den Schultern angebracht und gut trocknen lassen. Danach kam der Schritt, der den Modellen am Ende nochmal richtig Tiefe gegeben hat: Ich habe die komplette Figur mit Streaking Grime von AK Interactive eingepinselt.

Nach einer Nacht Trocknungszeit habe ich das Streaking Grime teilweise wieder abgewischt. Dadurch bleibt die dunkle Farbe vor allem in den Vertiefungen, an Kanten und in Schattenbereichen zurück. Das Gelb wird dadurch etwas gebrochen, die Details treten stärker hervor und die Modelle bekommen einen schönen, leicht abgekämpften Look. Gerade bei Imperial Fists gefällt mir dieser Effekt sehr gut, weil die Rüstung dadurch nicht zu sauber oder spielzeughaft wirkt, sondern mehr Tiefe und Charakter bekommt.

Auch bei den Bases wollte ich eine Verbindung zu meinen Horus-Heresy-Imperial-Fists herstellen. Diese stehen bereits auf Mars-Bases, und diesen Stil wollte ich auch bei meiner neuen 40k-Armee wieder aufgreifen. Gleichzeitig sollten die Bases aber etwas interessanter wirken als reiner Marsboden.

Deshalb habe ich Bases im Sector-Imperialis-Stil gedruckt. Diese habe ich mit Mechanicum Standard Grey und Leadbelcher bemalt, sodass sie wie zerstörte Straßen, Metallplatten und Ruinen einer imperialen oder mechanischen Stadt wirken. Zusätzlich habe ich Teile jeder Base mit Martian Ironcrust bemalt. Dadurch entsteht ein marsianischer Mechanicum-Stadt-Look, der gut zu meinen Horus-Heresy-Bases passt, aber trotzdem abwechslungsreicher und detaillierter wirkt.

Mit den ersten 15 fertigen Modellen ist der Anfang gemacht. Die gebrauchte Armee bekommt nach und nach ein neues Leben, und ich merke jetzt schon, dass mir das Projekt richtig Spaß macht. Die Imperial Fists waren für mich lange eine Armee, die ich zwar immer mochte, aber nie so umsetzen konnte, wie ich es wollte. Jetzt fühlt es sich endlich so an, als hätte ich den richtigen Weg gefunden.

Damit beginnt mein neues Projekt:

Der Weg zur 11. Edition.

Und dieser Weg wird ziemlich gelb.

Für Dorn. Für Terra. Für die Imperial Fists.